Erlangen im Barock

hugenotten

Im Rahmen eines „Schüler führen Schüler“-Projektes im Fach Geschichte hat die Klasse 7d eine historische Stadtführung durch Erlangen erarbeitet.

von StRefin C. Pfister

Als Ergebnis ist ein Reiseführer von Schülern für Schüler zur Geschichte Erlangens im Barock entstanden. weiterlesen

2. Platz beim Innovationspreis

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Über ein Preisgeld in Höhe von 1000,- Euro konnte sich die Schülergruppe des Projekts „Szenische und multimediale Collage“ freuen. Im Rahmen einer Feierstunden nahmen sie im Frankenhof den Scheck von Sparkassen-Vorstand Paulus-Rohmer in Empfang.

von Anne-Katrin Weiß

Das Ohm-Gymnasium hat beim diesjährigen KS:ER-Innovationspreis der Sparkasse Erlangen den 2. Platz belegt. weiterlesen

Exkursion zum Bayerischen Armeemuseum

armmuseum

Das Bayerische Armeemuseum in Ingolstadt ist eines der großen militärhistorischen Museen in Europa.

von Laura Weber

An einem warmen Freitagmorgen brachen die Klassen 8a und 8d zusammen mit Herrn Kühl, Frau Pichlmayr-Blessing, Herrn Zölls und Frau Weber zu einer Exkursion nach Ingolstadt auf. weiterlesen

Bücherverbrennung

In diesen Tagen jährt sich mit der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten ein unrühmliches Kapitel deutscher Geschichte zum 80. Mal. Während in vielen deutschen Städten bereits am 10.5.1933 die Werke „unliebsamer“ Schriftsteller den Flammen übergeben wurden, geschah dies in der Universitätsstadt Erlangen erst am übernächsten Tag, also am 12. Mai. Eine Ausstellung dazu ist seit Freitag, dem 10. Mai, im ersten Stock des Treppenhauses im Hauptbau zu sehen.

von Hans-Martin Kühl

In zahlreichen Veranstaltungen gedenkt die Stadt Erlangen dieses Ereignisses, zum Beispiel durch eine Ausstellung in der Stadtbibliothek. Doch auch im schulischen Kontext soll an diesen Akt der geistigen Barbarei gegen Kultur und Bildung erinnert werden. Dazu haben Anatasia Heymann und Lea Schumm aus der 9b sowie Alexandra Igl und Sarah Preilipper aus der 9c eine Ausstellung erstellt. Die Grundlage hierfür bildeten die Themenplakate aus dem Angebot „Geschichte frei Haus“ des Hauses der Bayerischen Geschichte. Diese Vorlagen wurden von den Schülerinnen bearbeitet und durch interessante Aspekte ergänzt. Dabei konzetrierten sie sich vor allem auf die Bücherverbrennung in Erlangen. Dazu konnte sich die Gruppe auf die freundliche Unterstützung von Frau Kretzschmann und Herrn Dr.Jakob vom Stadtarchiv Erlangen stützen. So erhielten die Schülerinnen im Stadtarchiv nicht nur eine spannende Einführung in die Archivarbeit, sondern auch Reproduktionen von zur Thematik passendem Bildmaterial.

Fahrt nach Flossenbürg

Kein Gute-Laune-Ausflug: Ins ehemalige Arbeitslager Flossenbürg führte uns eine Fahrt der neunten Klassen (9cd). Die Gedenkstättenführerin verschaffte uns einen Eindruck von den menschenunwürdigen Verhältnissen im KZ, wobei in Flossenbürg von 100.000 Inhaftierten etwa 30.000 umkamen. Flossenbürg in der Oberpfalz: eine Burgruine, vier Rundwanderwege, fünf Sportvereine, am Ortseingang steht in Granit gehauen „staatlich anerkannter Erholungsort“.

von Alejandro Solano und Leon Bosch, Klasse 9c

Unsere ersten Eindrücke bei der Ankunft waren, dass das ein durchschnittliches Örtchen ist, dessen grausame Vergangenheit heute kaum mehr erahnt werden kann. Es sah gar nicht nach Arbeitslager aus. Nur der Friedhof und die Holzhütten am Berg haben so eine vage Vorahnung gegeben…
1938 bauten die Nationalsozialisten in Flossenbürg wegen der reichen Granitvorkommen und der nahezu perfekten strategischen Lage (nur 20 km bis zur bayerisch-tschechischen Grenze im Osten, aus nationalsozialistischer Sicht gut im Hinblick auf die „Judenfrage“) ein Konzentrationslager. Die SS gründete eine neue Steinbruchfirma. Sie machten Gewinne von 180.000 Reichsmark im Jahr, denn sie hatten kaum Ausgaben, da die „Arbeiter“ kostenlos aus ganz Europa in die östliche Oberpfalz deportiert wurden. Später mussten die Häftlinge auch Teile für Bomber der deutschen Luftwaffe herstellen, die im 2. Weltkrieg eingesetzt wurden. Zu Kriegsende zählte das Dorf 2.000 Einwohner; dazu kamen 15.000 Häftlinge, in Baracken gepfercht. Insgesamt wurden zwischen 1938 und 1945 rund 100.000 Menschen in Flossenbürg und in mehr als 80 Außenlagern gefangengehalten. 30.000 wurden ermordet, arbeiteten sich zu Tode, verhungerten oder erfroren. Von der Gedenkstättenführerin hörten wir von den Foltermethoden des Aufsichtspersonals, von den drastischen Strafen und von Hinrichtungen. Erschütternd der Blick in die „Entlausungskammer“, wo die Häftlinge sich entblößen mussten, um sich von einem Wasserstrahl treffen zu lassen, der den gleichen Druck wie ein Feuerwehrschlauch hatte. Danach sahen wir einen kurzen Film, der die Geschehnisse aus der Sicht von Zeitzeugen darstellte.
Zum Schluss durften wir uns selber noch umschauen und unsere eigene Meinung bilden, indem wir auf eigene Faust durch das Arbeitslager und die dazugehörige Ausstellung gingen. Alles in allem fanden wir es sehr schockierend und unvorstellbar, wie man so etwas mit anderen Menschen anstellen konnte. Wir fanden, dass es eine sehr lehrreiche Führung war – interessant und pädagogisch wertvoll. Wir danken außerdem Herrn Kühl für seine guten Ergänzungen und Extra-Infos, Frau Becht für die Mitorganisation und Herrn Kühl senior für seine Bereitschaft, uns zu begleiten.

Kunst und Diskussion in München

 

Die Fahrt nach München mit dem Besuch des historischen Kollegs ist fast schon eine gute Tradition, denn seit Beginn der Veranstaltungsreihe „Blick zurück nach vorn“ haben Gruppen vom Ohm-Gymnasium diesen Podiumsdiskussionen beigewohnt. So wird einer Auswahl historisch und kulturell interessierter Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit gegeben, geschichtsträchtige Orte der bayerischen Landeshauptstadt direkt in Augenschein zu nehmen.

von Hans-Martin Kühl

Nach der Ankunft in München wurden die Schüler der neunten bis zwölften Jahrgangsstufe und die Referendare des Studienseminars Geschichte zunächst von mir über den Königsplatz geführt. Trotz eisiger Kälte kam hier die Rolle des Königsplatzes in der Zeit der Wittelsbacher Könige ebenso zur Sprache wie seine Baugeschichte, die vor allem durch den Architekten und Maler Leo von Klenze geprägt war. Die auffällige Gestaltung des Platzes bot auch Anlass, sich mit typischen Merkmalen griechischer Architektur und dem kulturellen Phänomen des Philhellenismus auseinanderzusetzen. Der Blick in das zwanzigste Jahrhundert konzentrierte die Aufmerksamkeit schließlich auf die Bedeutung, welche die Nationalsozialisten dem Königsplatz zuwiesen.
Die durchgefrorenen Teilnehmer der Fahrt wurden anschließend für ihre Geduld belohnt, indem sie sich in der Pinakothek der Moderne nicht nur aufwärmen, sondern auch Einblicke in die Kunst des Zwanzigsten Jahrhunderts gewinnen konnten.

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Nachbarschaft

„Nachbarschaft“ ist der zentrale Begriff der beiden in diesem Jahr ausgeschriebenen Geschichtswettbewerbe. Zur Informationsgewinnung besuchte dazu eine Gruppe von Schülern des Ohm-Gymnasiums das Stadtarchiv Erlangen und wurde von dessen Leiter, Dr. Andreas Jakob, sachkundig und spannend in die Archivarbeit eingeführt.

von Hans-Martin Kühl

»Vertraute Fremde. Nachbarn in der Geschichte« – so lautet das Thema beim Geschichtswettbewerb 2012/2013 des Bundespräsidenten und „Bayern und seine Nachbarn“ beim Bayerischen Schülerwettbewerb „Erinnerungszeichen“. Weitere Interessenten an einem der Geschichtswettbewerbe sollten sich möglichst schnell mit Herrn Kühl in Verbindung setzen.

Erneuter Erfolg bei “Erinnerungszeichen”

Ein 2. Landespreis des Geschichtswettbewerbs „Erinnerungszeichen“ ging in diesem Jahr an Alaa Hijazi, Lisa Tempel und Yvonne Basel aus der Klasse 9a sowie Katharina Bochtler, Caroline Fischer und Huong Vu aus der Klasse 10a.

von Hans-Martin Kühl

In Ihrem Beitrag „Jakob Herz – Verkörperung der Herzensgüte”  erstellten die Schülerinnen eine schriftliche Dokumentation über das Leben des Arztes, Universitätsprofessors und Ehrenbürgers von Erlangen, dessen Andenken während des „Dritten Reichs“ in den Schmutz gezogen wurde. Der Preis wurde durch Katharina Bochtler, stellvertretend für die Gruppe, von Karl Freller und vom Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten entgegengenommen.

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