Ankunft im digitalen Zeitalter: Ohm-Gymnasium wird Medienreferenzschule!

Im Rahmen eines Festaktes verlieh Ministerialdirigentin Elfriede Ohrnberger das Prädikat „Referenzschule für Medienbildung“. Auch das Ohm-Gymnasium in Erlangen erhielt diesen Status zum Ende einer zweijährigen intensiven Mitarbeit an einem bayernweiten, schulartenübergreifenden Medienkonzept, das Basis für eine modernen Medienerziehung sein kann.

von Julia Goldhammer

Zusammen mit 30 weiteren Schulleiterinnen und Schulleitern durfte Frau OStDin Ilselore Fuchs die Urkunde für das Ohm-Gymnasium entgegennehmen. Als erste Erlanger Schule erhält das Ohm-Gymnasium (in den Räumlichkeiten der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen) das Prädikat „Referenzschule für Medienbildung“. Dieser Status ist das Ergebnis der zweijährigen Mitarbeit an einem bayernweiten, schulartenübergreifenden Projekt zur Modernisierung und Systematisierung der Medienbildung an bayerischen Schulen. Damit reagiert die Kultuspolitik auf die Anforderungen des digitalen Zeitalters. Längst bestimmt das Internet den Alltag der heutigen Schülergeneration, die zwar mit der neuen Technologie aufgewachsen ist, dennoch aber zu deren sinnvoller und kritischer Nutzung angeleitet werden muss. Hieraus resultiert die zentrale Verantwortung der Schulen, Jugendlichen wesentliche Fertigkeiten im Bereich der Informationsverarbeitung und Recherche sowie Verantwortung im Umgang mit sozialen Netzwerken und Daten im Internet zu vermitteln.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, erarbeitete auch das Medienteam des Ohm-Gymnasiums unter der Leitung der Lehrkräfte Thomas Zapf und Julia Goldhammer einen Medienentwicklungsplan, der auf die jeweilige Schule und Jahrgangsstufe abgestimmt ist. Teil davon ist ein fächerübergreifender Medien- und Methodenlehrplan, der die systematische Progression medienspezifischer Inhalte von der 5. Klasse bis zum Abitur beschreibt und ab sofort, beginnend in der Unterstufe, umgesetzt wird. Dazu wurden die Fachbetreuer aller am Ohm-Gymnasium unterrichteten Fächer gebeten, einen Medienlehrplan aus der Perspektive ihrer Fachschaft zu erstellen. Diese fachspezifischen Curricula  wurden koordiniert und in ein fächerübergreifendes Gesamtkonzept integriert.
Auch ein schulisches Ausstattungskonzept sowie ein Fortbildungsplan wurden erstellt. Zudem kann das Ohm-Gymnasium  als Multiplikator des Medienkonzeptes an anderen Erlanger Schulen fungieren. Eng begleitet wird das Projekt weiterhin vom Netzwerk der medienpädagogisch-informationstechnischen Beratungslehrkräfte (MiBs) und durch Fortbildungen an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) in Dillingen.