Mittelfränkischer Schulschach-Mannschaftsmeister

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Das Ohm-Gymnasium trat gleich mit 4 Mannschaften und ingesamt 17 Schülern an. Neben einigen bereits sehr erfahrenen Spielern trauten sich auch einige Schüler aus dem Einsteigerkurs an die Bretter und konnten hier schon so manchen Punkt erkämpfen. Vielen Dank an die vielen Eltern, die bei der Meisterschaft den Fahrdienst und die Betreuung übernommen haben!

von Thomas Walter, Schachlehrer

In der Wettkampfklasse der Jüngsten (Jahrgang 2001 und jünger) dominierten unsere jungen Denksportler der 1. Mannschaft (alle erst in der 5.Klasse) das mit 11 Mannschaften gut besetzte Teilnehmerfeld und wurde mittelfränkischer Meister. Alle 7 Wettkämpfe konnten gewonnen werden! Es spielten Johann Adrion, Kai Tschammer, Josia Richardt, Alexander Li (siehe Foto). weiterlesen

Jugend-Schach-WM in Maribor

Ein großes Erlanger Aufgebot ist zur Jugendschachweltmeisterschaft 2012 nach Maribor (Slowenien) gefahren. An dem Großturnier beteiligten sich ca. 1000 Jugendspieler aus aller Welt. Begleitet von mir als Schachtrainer und Leiter der AG Schach, waren vom Ohm-Gymnasium dabei: Florian Dürr (7e), Hanna Marie Klek (Abitur 2012) sowie Kai Tschammer (Ohm-Schüler ab 2013/14).

von Thomas Walter

Hanna Marie erreichte  in der Gruppe U-18-Girls unter 80 Teilnehmerinnen einen hervorragenden 14. Platz. Nach verhaltenem Beginn erkämpfte sie sich 7 Punkte  in 11 Runden. Florian erzielte  im U12-Open immerhin 5 Punkte aus 11 Runden. Unter 192 Teilnehmern aus über 50 Nationen sammelte er viele Erfahrungen auf internationaler Ebene. Kai spielte sich langsam in das Turnier ein und konnte in der U10 (192 Teilnehmer) beachtliche 4 Punkte gewinnen.
Anpfiff:
Nachdem wir den Dauerregen in Deutschland und teilweise auch noch in Österreich hinter uns gelassen hatten und uns bei den Alpen dann strahlender Sonnenschein erwartete, kamen wir auch bald ganz entspannt mit unserer Fahrgemeinschaft in Maribor an. Auch wenn ich nach 550 km Fahren etwas geschlaucht war. Das Hotel machte gleich einen sehr guten Eindruck, wir konnten uns bei der Anmeldung auch in Deutsch verständigen.
Tag 1:
Mit Busshuttle ging es in 30 Minuten zum Spiellokal, welches ein wenig außerhalb liegt. Das übliche Chaos am ersten Tag, mit Gedränge an den Auslosungslisten und bis endlich alle Spieler ihren Platz gefunden haben. Kurz vor Rundenbeginn, ein paar Fotos waren vorher geschossen, mussten dann alle Nichtspieler (also Eltern, Trainer, Delegationsleiter und Gäste) das Spiellokal verlassen, was ich persönlich nicht so schlecht finde. Bei ca. 1000 Spielern ist der Saal ja voll genug und die Kinder sind nicht durch Zuschauermassen abgelenkt!
Tag 2:
„Du kommst hier net rein!“, sagten die Türsteher und wiesen jeden, der keinen Spielerausweis hatte, zurück! 1000 Spieler mussten also selbstständig zu ihrem Platz finden, während die Eltern und Trainer draußen warten dürfen. Ein russischer Trainer oder Vater drängelte sich trotzdem durch und wurde sogleich von 3 Security-Leuten nach draußen begleitet. Zum Glück gibt es ein großes Zelt 200m bergauf, wo auch Livecamps das Geschehen übertragen.  Die Plätze im Restaurant an der Halle sind sehr begrenzt und für den Ansturm von Begleitern auf keinen Fall ausgelegt, dafür zahlt man aber dann nach dem Essen dort pro Sitzplatz noch 2,50 € Gebühr. Diese Vorgehensweise war zumindest für mich neu und ich kann dem auch immer noch nichts abgewinnen!

Am Vormittag vorbereiten, entspannen und Nachmittag dann zum Spiellokal. Auswertung am Abend und am nächsten Tag das gleiche Spiel von vorn. Partien der laufenden WM bekommt man nur ausgedruckt im Bulletin gegen Gebühr: 2 € pro Runde und AK, doch dank www gibt es da zum Teil Mittel und Wege, sich das zu sparen, wenn man nur sucht… Ich fühle mich nach 4 Runden schon so wie bei der Deutschen nach 9 Runden, irgendwie, ich weiß nicht warum, ist das hier anstrengender…

Es ist Halbzeit! Zwischenfazit: Florian mit 3,5/6 noch gut im Rennen, spielt sehr ordentliche Partien und gewann 2x im Endspiel. Besonders sehenswert siehe Diagramm. (Das ist schon einen Schönheitspreis wert, Turmendspiel mal anders) und es geschah im 41. Zug f4!! (gutes Timing) und nach h5, h4 gab der Gegner auf, der Turm ist weg! Zugzwang!

Hanna Marie mit 3,5/6 bisher ohne Verlustpartie, jedoch einige Siegchancen verpasst. Da tut die Pause sicher auch gut. Kai ist nun mit 1,5 Punkten aus den letzten beiden Partien endlich im Turnier angekommen. Die Steigerungen in den ersten 4 Runden (trotz Niederlagen) waren schon klar erkennbar und so musste es einfach klappen! Niemals den Mut verlieren!