von Diana Gorobets, 11F
Zu unserer positiven Überraschung wurde der Besuch zweier Studierender der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) im Politik‑ und Gesellschaftsunterricht bei Frau Frost zu einem der Highlights des Schuljahres.
Die beiden – ein Mädchen und ein Junge – studieren im deutsch-französischen Doppelstudiengang
„Deutsches und Französisches Recht“ (DFR) und erzählten uns auf beiden Sprachen von ihrem Studienalltag: auf Deutsch und auf Französisch. Das war eine tolle Abwechslung vom „normalen“ Unterricht.
Inhaltlich ging es um den Vergleich des deutschen und französischen Staatssystems, also genau das Thema, das uns als Abibac-Klasse schon aus dem Lehrplan vertraut ist, hier aber noch einmal aus einer ganz neuen Perspektive beleuchtet wurde. Wir sprachen über die Gewaltenteilung, den Gesetzgebungsprozess und die großen Unterschiede zwischen dem föderalen deutschen System und der stärker zentralisierten Republik Frankreich – aber auch über das, was beide Länder verbindet. Besonders spannend war zum Beispiel der Vergleich des deutschen Bundesrats mit dem französischen Sénat, oder wie der berühmte „49.3″ in Frankreich funktioniert.
Damit es nicht nur Theorie blieb, gab es auch eine Gruppenarbeit: Wir erarbeiteten Plakate zu Gemeinsamkeiten, Besonderheiten und Unterschieden beider Systeme und stellten sie anschließend vor. Das war eine schöne Möglichkeit, das Gelernte direkt anzuwenden und man merkte schnell, wie viel man eigentlich schon wusste.
Was den Besuch aber wirklich besonders machte, war der direkte Kontakt mit echten Studierenden. Wir konnten ihnen alle Fragen stellen, die uns unter den Nägeln brennen: Wie ist das Studium aufgebaut? Was finanziert eigentlich die Deutsch-Französische Hochschule? Gibt es Stipendien? Sie erzählten uns vom Studienaufbau: zwei Jahre Grundstudium in Erlangen, anderthalb Jahre in Rennes, dann wieder zurück nach Deutschland und von Fördermöglichkeiten wie DAAD, Erasmus+ oder der Mobilitätsbeihilfe der DFH.
Für uns als Abibac-Schülerinnen und -Schüler, die bald vor der Frage stehen, wie es nach dem deutsch-französischen Abitur weitergehen soll, bot der direkte Dialog eine Orientierung, die kein Flyer und kein Infoabend so vermitteln kann: ungefiltert, persönlich und aus erster Hand.
Danke an die beiden Studierenden aus Erlangen und natürlich an Frau Frost für diese gelungene Unterrichtsstunde!

