Besuch im deutsch-französischen Institut

Wenn eine Abibac-Klasse auf Wandertag geht

von Sibylle Ciattoni

Seit diesem Schuljahr hat das Ohm-Gymnasium 20 neue Abibac-Schüler, die das Ziel vor Augen haben, in 3 Jahren neben dem deutschen Abitur auch das französische abzulegen. Für ihre Freude an der französischen Sprache und Kultur nehmen unsere Zehntklässler einen Nachmittag bzw. drei Schulstunden mehr in Kauf in den Fächern Französisch sowie Geschichte und Sozialkunde – en français bien sûr!

Motiviert sind sie alle, was sich auch daran zeigt, dass aktuell 6 Schüler für einen dreimonatigen Individualaustausch in Toulouse bzw. auf La Réunion in Gastfamlien leben und sicher mit einer beeindruckenden Sprachbeherrschung nach Hause kommen. Weitere 6 Schülerinnen haben vor kurzem ihre Austauschpartner aus der bretonischen Partnerstadt Rennes verabschiedet.

Wo soviel geballte Begeisterung zusammentrifft, benötigte ihre Klassleiterin und Französischlehrerin Frau Sibylle Ciattoni zusammen mit der Co-Klassleiterin Frau Carolin Pfister nicht viel Überredungskunst, um sie vom Programmvorschlag des ersten Wandertages zu überzeugen. Nachdem ein Besuch im deutsch-französischen Institut (DFI) für Abibac-Schüler geradezu ein Muss ist und sich just an diesem Tag hoher Besuch aus Frankreich angekündigt hatte, beschloss die Klasse 10c also nach einem morgendlichen Spaziergang durch den Schlosspark, das DFI näher kennenzulernen.

Nach einigen Informationen zur Mediathek und zu den Aufgaben des Instituts durch die Leiterin Frau Rachel Gillio, nahm der deutsch-französische Mitarbeiter Christian sie anhand eines breiten Spektrums an französischer Chansons auf eine unterhaltsame Reise, die u.a. von Casablanca über Berlin nach Montréal und zu Jacques Brels berühmten Port d’Amsterdam führte.

Mit sichtlich guter Stimmung trafen sie dann schließlich auf den französischen Senator Herrn Christophe-André Frassa, der am Morgen aus Paris eingeflogen war, um der Feier zum 40-jährigen Bestehen der Union der Franzosen in Franken beizuwohnen. Der gebürtig aus Monaco stammende Spitzenpolitiker beantwortete anschließend auf sehr humorvolle Art die Fragen der Schüler.

Ein Besuch in der Crêperie rundete den Tag gebührend ab, gekrönt durch ein paar Tischreden, die zum Ausdruck brachten wie gut es Schülern und Lehrern gleichermaßen gefallen hatte. Eine tolle Klasse mit aufgeschlossenen, engagierten Jugendlichen, die mit beiden Beinen im Leben stehen. Mit den besten Wünschen für ein erfolgreiches Schuljahr und die nächsten Projekte: im November stellen sie die Jury bei den französischen Filmfestspielen in Erlangen, im Februar reichen sie ihren Filmbeitrag für den Francomics-Wettbewerb ein. Ça bouge au Ohm!