Willkommenskultur

refugees

Die 9. Klassen fanden sich im Bistrohm zu einem Interview der besonderen Art zusammen. Einige Schülerinnen und Schüler hatten die Vorsitzende der Ehrenamtlichen Flüchtlingsinitiative Erlangen (EFIE) Frau Petersen eingeladen, die von ihrer Arbeit und dem Leben der Flüchtlinge berichtete.

von Lars Fischer

Doch bevor es mit dem Interview losging, brachte der Schülersprecher Felix Bernecker seine Mitschülerinnen und Mitschüler auf das Laufende, indem er erklärte, dass mittlerweile eine Million Menschen Deutschland erreicht haben. Des Weiteren wurden ihre Herkunftsländer, ihre Fluchtrouten und die Ursachen ihrer Flucht erläutert. Anschließend führte er zusammen mit Selin Can ein interessantes Interview, das zusätzlich durch wichtige Fragen weiterer Schülerinnen und Schüler ergänzt wurde.
Die Schüler ließen sich erklären, dass Frau Petersen durch einen ersten persönlichen Kontakt mit dem Thema „Flüchtlinge“ konfrontiert wurde und sich anschließend für die Migranten einsetzte. Darüber hinaus erläuterte Sie, wie es den Menschen in Deutschland geht. Sie müssen auf 7m² pro Person leben und bewohnen stellenweise Container. Für die Flüchtlinge ist es ungemein wichtig, dass sie schnell die deutsche Sprache lernen. Da jedoch nicht alle Teilnehmer an Deutschkursen teilnehmen können, kümmern sich teilweise die Helfer von EFIE darum, die Migranten zu beschulen.
Die Schülerinnen und Schüler selbst können sich auch einbringen, wobei der erste Schritt zum persönlichen Engagement mit der Kontaktaufnahme mit Flüchtlingsinitiativen beginnt. Nichtsdestotrotz können die Jugendlichen Tag für Tag ein Zeichen für Toleranz und Willkommenskultur setzen, indem sie hilfsbedürftige Menschen unterstützen und ihnen freundlich begegnen.
Schon im Vorfeld hatten die Schülerinnen und Schüler beschlossen, selbst einen Beitrag leisten zu wollen und den Flüchtlinge zu helfen, und haben deshalb rund 80 Weihnachtspäckchen für die Erlanger Flüchtlingskinder zusammengestellt, die sie zum Abschluss der Veranstaltung Frau Petersen überreichen durften.