„Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“

ethos

Im 1. Stock des Hauptgebäudes war die Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ zu sehen.

von Sabine Geissel-Karl

Weltethos, das ist die Vision eines globalen Bewusstseinswandels im Ethos. Alle Menschen sind für ein friedliches Zusammenleben auf gemeinsame ethische Werte, Maßstäbe und Haltungen angewiesen. Solche Werte finden sich in allen großen religiösen und philosophischen Traditionen der Menschheit. Das Weltethos-Programm geht zurück auf den in Tübingen wirkenden Schweizer Theologen Prof. Hans Küng und sein Buch „Projekt Weltethos“. Inspiriert vom „Projekt Weltethos“ verabschiedete 1993 das Parlament der Weltreligionen in Chicago die „Erklärung zum Weltethos“. Erstmals in der neueren Geschichte der Religionen verständigten sich Repräsentanten aller Weltreligionen auf Kernelemente eines gemeinsamen Ethos: das Prinzip Menschlichkeit, die „Goldene Regel“ der Gegenseitigkeit, die Verpflichtung auf Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit und die Partnerschaft von Mann und Frau. In der Ausstellung werden am Beispiel von sechs großen Weltreligionen die Gemeinsamkeiten der Religionen bezüglich ihrer ethischen Kernbotschaften präsentiert sowie die ethischen Prinzipien der „Erklärung zum Weltethos“ vorgestellt.