Von Teenie-Müttern und Drogenschmugglern in Peru

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Die siebten Klassen hatten die Chance, durch den sehr lebendigen Bericht der Krankenschwester Sabine Vogel Einblick in das Leben der armen Landbevölkerung in Südamerika zu bekommen.

von Tobias, Laura, Nina, Jannis, Kathrin, Younes (7e), Nico, Christian (7b), Sophia, Tim (7a)

Sabine Vogel hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Therapiezentrum für behinderte Kinder und Missbrauchsopfer ins Leben zu rufen; sie lebt seit einigen Jahren in der Nähe von Andahuaylas und arbeitet vorwiegend unter Quechua-Indianern. Andahuaylas ist eine kleine Stadt mit etwa 30.000 Einwohnern im Hochland von Peru. Die Stadt liegt in den Anden auf einer Höhe von etwa 3000 Metern und ist ein wichtiges Zentrum der Region Apurímac. Die Region um die Stadt Andahuaylas ist eine der ärmsten Regionen von Peru.
Im Laufe des einstündigen Vortrags erfuhren die Schüler etwas über die Lebensbedingungen der Menschen, wie Kinder und Jugendliche dort aufwachsen, mit welchen besonderen Problemen sie aufgrund von Armut und Alkoholismus zu kämpfen haben und welche Folgen das für ihr Leben hat. Niemanden unter den anwesenden Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften hat der Bericht kalt gelassen. Hier einige Stimmen:
„Ich fand es interessant, dass man einen Einblick ins Leben der armen Bevölkerung bekommen hat und sieht, dass vieles anders ist als hier. Es ist traurig, wie sie zu leben haben und wie abgrundtief schlecht die medizinische Versorgung ist.“ Tobias, 7e
„Die Menschen leben wie im Mittelalter, ohne Strom und fließendes Wasser, zu zehnt in einer Steinhütte, die gerade so groß ist wie bei uns ein Kinderzimmer. Die Küche besteht aus Steinen, genau wie der Rest des Hauses. Es gibt nur ein Bett, alle anderen schlafen auf dem Boden.“ Laura, 7e
„Mich hat beeindruckt, unter welchen Bedingungen die Leute dort leben, dass es dort so gut wie keinen Strom gibt, keine Handys oder andere elektronische Geräte, was für uns unglaublich unvorstellbar ist. Während wir uns über unsere Handys Sorgen machen, geht es bei ihnen ums Überleben.“ Nico, 7b
„Mich hat beeindruckt, dass die Menschen dort manchmal zu zehnt oder mehr Personen in einem kleinen Haus leben und dazu auch noch mit Tieren zusammen.“ Sophia, 7a
„Ich finde schockierend, dass Mädchen in unserem Alter dort schon Kinder kriegen, dass man dort in kleinen, schmutzigen Hütten wohnt. Ich finde toll, dass Frau Vogel dort hilft und ihren Mut.“ Nina, 7e
„Ich bin überrascht, dass die Polizei beim Drogenschmuggel wegschaut.“ Tim, 7a
„Mich hat berührt, dass sie Schwangeren und auch denen, die schon Kinder haben, helfen und ihnen Mut machen, auch zu sagen, wenn etwas passiert ist; aber mich erschreckt, dass so junge Mädchen schon schwanger werden und dass sie es dann niemandem sagen, weil sie Angst haben, aus der Familie geworfen zu werden.“ Jannis, 7e
„Die armen Kinder! Sie müssen mit fünf oder sechs Jahren im Steinbruch arbeiten, während wir in die Schule gehen! Ich finde diesen Teufelskreis sehr schlimm, wenn man mal drinnen ist, kommt man so schnell nicht wieder raus. Außerdem hat mich schockiert, dass es noch nicht mal sauberes Wasser gibt. Frau Vogel verdient ein Lob!!“ Katrin, 7e
„Mich hat besonders beeindruckt, dass es Leute gibt, die aus einem reichen Land in ein Entwicklungsland gehen, um dort zu helfen.“ Christian, 7b
„Ich glaube, dass es ganz einfach wäre, wenn die Reichen ein bisschen Geld abgeben würden, dann könnte man da bestimmt etwas machen. Ich hoffe, dass viele Leute spenden und mehr Helfer kommen und das Projekt unterstützen.“ Younes, 7e
Weitere Informationen zu Frau Vogel und ihrer Arbeit in Peru findet man auf der Homepage der Marburger Missionbine2