Unternehmerisches Denken und Handeln

wr2017

Die Klasse 9a nahm am „UDH-Workshop“ teil, der von Markus Reiter vom Unternehmer-Gymnasium Pfarrkirchen durchgeführt wurde. Im Rahmen des Workshops, bei dem es um die Förderung unternehmerischen Denkens und Handelns geht, wurden spielerisch Inhalte des Lehrplans in Wirtschaft und Recht der 9. Jahrgangsstufe vertieft und praktisch erprobt.

von StRefin Carina Peterhansl

Zunächst wurden die Schüler in verschiedene Gruppen eingeteilt. Drei der Gruppen hatten den Auftrag, im Rahmen eines Planspiels ein fiktives Unternehmen zu gründen. Dazu mussten sie neben der Entwicklung einer erfolgsversprechenden Geschäftsidee noch zahlreiche andere Herausforderungen meistern, mit denen sich auch echte Geschäftsgründer auseinandersetzen müssen: vom Finden eines geeigneten Unternehmensstandorts und der passenden Rechtsform über die richtige Finanzierungsart bis zum Marketing. Um durchdachte Entscheidungen treffen zu können, konnten sich die Schüler zunächst anhand von didaktisch aufbereitetem Originalmaterial umfassend informieren.
Neben den drei Unternehmensgruppen gab es noch drei „Spezialistengruppen“, die den Unternehmen hilfreich zur Seite standen: eine Marketing-Agentur, eine Bank und eine Anwaltskanzlei. Auch diese Gruppen konnten sich zunächst in ihr Spezialgebiet einarbeiten, um anschließend die Unternehmensgründer kompetent beraten zu können. Die Schülerinnen und Schüler nahmen sich ihrer Aufgaben interessiert und engagiert an und waren völlig frei in ihren jeweiligen Entscheidungen. Dabei entstanden drei gänzlich unterschiedliche Unternehmen: die „Magic Masks – GmbH“, die persönlich auf den Kunden zugeschnittene Gesichtsmasken vertreibt, die „myLap – GmbH“, bei der sich Kunden nach ihren Wünschen Laptops zusammenstellen und konfigurieren lassen können und das Unternehmen „VR-Strike“, das in einer großen Halle Lasertag mit VR-Brillen anbietet. Mit den Marketing-Spezialisten, der Bank und der Anwaltskanzlei wurde beratschlagt und wurden erste Verträge geschlossen, wobei sich gerade die Bank als besonders kritisch gegenüber den innovativen Geschäftsideen zeigte und nur sehr zurückhaltend Kredite vergab. Jede Gruppe entwickelte im Laufe des Vormittags ein Plakat, auf dem sie die wichtigsten Aspekte ihres Unternehmens festhielt. Zum Abschluss des Workshops wurden diese präsentiert und die Gruppen konnten sich gegenseitig Fragen zu ihren jeweiligen Projekten stellen, auf mögliche Schwachpunkte im Konzept hinweisen, aber auch positive Rückmeldungen geben. Für die Schülerinnen und Schüler wurden viele der im Unterricht theoretisch besprochenen Konzepte im Rahmen einer Unternehmensgründung spielerisch erlebbar und es wurde deutlich, wie komplex solche Prozesse in der Realität sind und wie viel dabei bedacht werden muss.