Unser Ausflug zu den Sternen

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Endlich wolkenfreier Himmel: Nachdem wir unseren Besuch der Sternwarte mehrmals wetterbedingt verschieben mussten, hat es schließlich geklappt. Treffpunkt war kurz vor 20 Uhr an der Sternwarte.

von Kristina Oerterer

Diese war nicht leicht zu finden, denn sie ist in einem kleinen Gartengrundstück am Ortsausgang von Marloffstein leicht zu übersehen. Warm angezogen und ausgerüstet mit Taschenlampen stiefelten wir also dann auf das Grundstück. Unser Physik-Lehrer, Herr Perleth, hat uns begleitet.
Weil uns noch etwas Zeit bis zu unserer Führung blieb, sahen wir uns selbst schon einmal den Nachthimmel an und versuchten, bekannte Sternbilder, wie den großen Wagen, auszumachen. Einige, die im richtigen Moment nach oben sahen, hatten sogar das Glück, eine Sternschnuppe zu sehen.
Herr Simon, der Ansprechpartner der Sternwarte, begrüßte uns dann alle und stellte uns als Einstieg die einzelnen Sternbilder am Himmel vor, die es in dieser Nacht zu sehen gab. Im Anschluss sind wir dann in die kuppelförmige Sternwarte gestiegen, die gerade einmal so groß war, dass eine halbe Schulklasse gut darin Platz fand. Wir stellten uns alle um das große Teleskop in der Mitte. Nach einer kurzen Einführung in den Bau und die Technik des Teleskops durften wir zum ersten Mal durch das Gerät schauen. Dieses kann man drehen und sogar computergesteuert genauso ausrichten lassen, so dass es einen bestimmten Stern zeigt. Die Kuppel war an einer Seite ein Stück offen, so dass man den Himmel sehen und das Teleskop dorthin ausrichten konnte.
Als erstes Objekt hat Herr Simon den Mond ausgewählt, der von so nah, mit seinen unzähligen Kratern und Tälern sehr beeindruckend aussah.
Danach haben wir die Kuppel mit vereinten Kräften ein Stück gedreht, um auch noch zur anderen Seiten des Nachthimmels hinauszublicken. Sie ist extra auf Rollen gebaut, so dass man das „Fenster“ beliebig verschieben kann, um bei jeder Jahreszeit etwas beobachten zu können.
In der neuen Position haben wir dann mithilfe des Computers, in dem viele Himmelskörper mit einer Nummer verzeichnet sind, einen Sternennebel (Eskimonebel) angesteuert. So ein Nebel, der aussieht wie ein weißer Schleier am Nachthimmel, ist eine der letzten Stationen im Leben eines Sterns. Der Nebel stellt die Hülle eines Sterns dar, die dieser am Ende seines Lebens von sich abstößt.
Als Abschluss durften wir noch einen Blick auf den Saturn werfen, welcher mir am besten gefallen hat. Es war ein seltsames Gefühl, so weit in das Weltall blicken zu können, weil man sich dabei als Mensch auf der Erde so unbedeutend und klein vorkommt.
Um 21.15 Uhr war unsere Führung dann zu Ende. Weil es eisig kalt war, waren wir auch ein bisschen froh darüber, jetzt wieder ins warme Auto steigen zu können.
Zum Schluss möchten wir uns noch bei Herrn Simon bedanken, der uns durch diese Reise geführt hat und bei Herrn Perleth, der alles für uns organisiert und uns begleitet hat.