Toller Kampf gegen Regen und starke Konkurrenz

Das gemischte Team des Erlanger Ohm-Gymnasiums schaffte beim bayerischen Finale des Schultriathlons zum dritten Mal in Folge die Qualifikation für das Bundesfinale, das in Berlin stattfand. Dort wurden die Ohmtriathleten schließlich bei ihrer dritten Bundesfinalteilnahme in Folge wieder Siebter. Die seit Jahren intensiv gepflegte enge Kooperation mit dem Stützpunktverein TV Erlangen führt jedes Jahr neue Talente in die noch junge Schulsportart ein und ermöglicht durch Training in Schule und Verein tolle Leistungen.

von Manfred Reinhart

In großer Vorfreude packten die jungen Sportler Theresa Neukam, Nele Rudolph, Tanja Neubert, Hanna Ehnis, Fabian Kraft, Simon Jonscher, Niklas Buchholz und Philipp Tornow die Koffer und trafen sich am Sonntag morgen mit ihrem Lehrer Herrn Reinhart für die lange Zugfahrt nach Berlin. Ein einheitliches Outfit mit Shirts und Jacken ist einem Sponsorenteam aus Familie Neukam, der Fahrradecke und der BB-Bank zu verdanken. Am Sonntagabend bekam der bisherige Mannschaftstalisman – ein Berliner Kuschelbär – in einem Shop beim Reichstag ein neues T-Shirt und alle acht Starter verewigten sich mit ihren Namen darauf.

Für den Einzelwettbewerb waren alle trotz unangenehmer Kälte und einsetzendem Regen hochmotiviert, gewertet wurden jeweils die besten drei Mädchen und Jungen, am Ende des ersten Tages lagen die Ohmler bereits auf dem siebten Platz, Theresa Neukam erzielte bei den Mädchen sogar die zweitbeste Einzelzeit.
Am zweiten Wettkampftag stand das ungewöhnliche ABC-Staffelformat auf dem Programm: Jeder Starter aus dem Mixteam hatte zunächst nur eine Teildisziplin zu absolvieren, im fliegenden Wechsel wurde dann jeweils durchgewechselt, so dass jeder Athlet alle drei Einzeldisziplinen mit kleinen Pausen zu durchlaufen hatte. Die beste Ohmstaffel erzielte hier die viertbeste Zeit.

Insgesamt verbesserte sich das Ohm gegenüber dem Vorjahr um zwei Minuten, 2012 hätte es mit dieser Zeit für den dritten Platz gereicht. Daran kann man die Leistungsexplosion bei allen teilnehmenden Mannschaften erkennen und die tolle Leistung unserer Schülerinnen und Schüler richtig einschätzen. Und fünf unseres Teams dürfen nächstes Jahr noch in dieser Altersklasse starten, vielleicht dürfen wir die bayerische Fahne wieder einmal auf dem Treppchen schwenken? Am Abend erklomm die Crew die Reichstagskuppel und genoß den Ausblick auf das Brandenburger Tor und das Berliner Lichtermeer.

Am Mittwoch nutzten wir den freien Tag zur Schokoladenproduktion  bei Ritter-Sport und zum Besuch des Beachvolleyballfinales, wo das bayerische Team aus Fürth um die Plätze kämpfte. Nach einer weiteren Currywurst beim legendären Konopke stand die Abendveranstaltung mit 5000 Schülern in der Max Schmeling-Halle an. Das Feld wurde dieses Jahr um Sportler mit geistiger und körperlicher Behinderung erweitert, nach den Siegerehrungen feierten die Schüler mit der Band «Die Atzen» noch bis in die Nacht.

Bei jeder Berlinfahrt gab es bis jetzt ein «emotionales Highlight», 2011 einen nächtlichen Feueralarm, 2012 den Beinaheabbruch des Wettkampfes aufgrund eines Gewitters.  Leider traf es uns auch dieses Jahr: In der letzten Nacht wurde im Hotel eingebrochen und sechs Schulen wurden 36 Räder gestohlen, darunter vier Räder aus Erlangen. Trotz dieses Wermuttropfens und des trüben Wetters bleibt den Schülern eine unvergessliche Woche für immer in Erinnerung!