„Hochspannung“ am Deutschen Museum

Jedes Jahr fahren die Schüler der 7. Jahrgangsstufe im Rahmen des Natur- und Technikunterrichts ins Deutsche Museum nach München. Die vielen Eindrücke werden danach klassenweise im Unterricht bzw. durch Referate aufgearbeitet.

von Mia, Franzi, Eva (aus der Klasse 7d)

Um 7.30 Uhr brachen wir auf zu einer Exkursion zum Deutschen Museum München, an der auch unsere französischen Austauschschüler teilnahmen. Nach einstündigen Führungen wohnten wir der spannenden (wortwörtlich) und lauten Hochspannungsvorführung bei. Wir waren alle beeindruckt von den Blitzen, die quer durch den Raum zischten. Im Anschluss konnten wir noch einige Zeit das Museum unsicher machen, wobei sich einige Schüler im nicht enden wollenden Bergwerk verliefen. Um 18 Uhr waren wir wieder zu Hause: Obwohl uns allen die Füße wehtaten, war es ein aufregendes und vor allem lustiges Erlebnis gewesen, bei dem wir Unterschiedlichstes lernen konnten.

Fahrt nach Flossenbürg

Kein Gute-Laune-Ausflug: Ins ehemalige Arbeitslager Flossenbürg führte uns eine Fahrt der neunten Klassen (9cd). Die Gedenkstättenführerin verschaffte uns einen Eindruck von den menschenunwürdigen Verhältnissen im KZ, wobei in Flossenbürg von 100.000 Inhaftierten etwa 30.000 umkamen. Flossenbürg in der Oberpfalz: eine Burgruine, vier Rundwanderwege, fünf Sportvereine, am Ortseingang steht in Granit gehauen „staatlich anerkannter Erholungsort“.

von Alejandro Solano und Leon Bosch, Klasse 9c

Unsere ersten Eindrücke bei der Ankunft waren, dass das ein durchschnittliches Örtchen ist, dessen grausame Vergangenheit heute kaum mehr erahnt werden kann. Es sah gar nicht nach Arbeitslager aus. Nur der Friedhof und die Holzhütten am Berg haben so eine vage Vorahnung gegeben…
1938 bauten die Nationalsozialisten in Flossenbürg wegen der reichen Granitvorkommen und der nahezu perfekten strategischen Lage (nur 20 km bis zur bayerisch-tschechischen Grenze im Osten, aus nationalsozialistischer Sicht gut im Hinblick auf die „Judenfrage“) ein Konzentrationslager. Die SS gründete eine neue Steinbruchfirma. Sie machten Gewinne von 180.000 Reichsmark im Jahr, denn sie hatten kaum Ausgaben, da die „Arbeiter“ kostenlos aus ganz Europa in die östliche Oberpfalz deportiert wurden. Später mussten die Häftlinge auch Teile für Bomber der deutschen Luftwaffe herstellen, die im 2. Weltkrieg eingesetzt wurden. Zu Kriegsende zählte das Dorf 2.000 Einwohner; dazu kamen 15.000 Häftlinge, in Baracken gepfercht. Insgesamt wurden zwischen 1938 und 1945 rund 100.000 Menschen in Flossenbürg und in mehr als 80 Außenlagern gefangengehalten. 30.000 wurden ermordet, arbeiteten sich zu Tode, verhungerten oder erfroren. Von der Gedenkstättenführerin hörten wir von den Foltermethoden des Aufsichtspersonals, von den drastischen Strafen und von Hinrichtungen. Erschütternd der Blick in die „Entlausungskammer“, wo die Häftlinge sich entblößen mussten, um sich von einem Wasserstrahl treffen zu lassen, der den gleichen Druck wie ein Feuerwehrschlauch hatte. Danach sahen wir einen kurzen Film, der die Geschehnisse aus der Sicht von Zeitzeugen darstellte.
Zum Schluss durften wir uns selber noch umschauen und unsere eigene Meinung bilden, indem wir auf eigene Faust durch das Arbeitslager und die dazugehörige Ausstellung gingen. Alles in allem fanden wir es sehr schockierend und unvorstellbar, wie man so etwas mit anderen Menschen anstellen konnte. Wir fanden, dass es eine sehr lehrreiche Führung war – interessant und pädagogisch wertvoll. Wir danken außerdem Herrn Kühl für seine guten Ergänzungen und Extra-Infos, Frau Becht für die Mitorganisation und Herrn Kühl senior für seine Bereitschaft, uns zu begleiten.

Kunst und Diskussion in München

 

Die Fahrt nach München mit dem Besuch des historischen Kollegs ist fast schon eine gute Tradition, denn seit Beginn der Veranstaltungsreihe „Blick zurück nach vorn“ haben Gruppen vom Ohm-Gymnasium diesen Podiumsdiskussionen beigewohnt. So wird einer Auswahl historisch und kulturell interessierter Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit gegeben, geschichtsträchtige Orte der bayerischen Landeshauptstadt direkt in Augenschein zu nehmen.

von Hans-Martin Kühl

Nach der Ankunft in München wurden die Schüler der neunten bis zwölften Jahrgangsstufe und die Referendare des Studienseminars Geschichte zunächst von mir über den Königsplatz geführt. Trotz eisiger Kälte kam hier die Rolle des Königsplatzes in der Zeit der Wittelsbacher Könige ebenso zur Sprache wie seine Baugeschichte, die vor allem durch den Architekten und Maler Leo von Klenze geprägt war. Die auffällige Gestaltung des Platzes bot auch Anlass, sich mit typischen Merkmalen griechischer Architektur und dem kulturellen Phänomen des Philhellenismus auseinanderzusetzen. Der Blick in das zwanzigste Jahrhundert konzentrierte die Aufmerksamkeit schließlich auf die Bedeutung, welche die Nationalsozialisten dem Königsplatz zuwiesen.
Die durchgefrorenen Teilnehmer der Fahrt wurden anschließend für ihre Geduld belohnt, indem sie sich in der Pinakothek der Moderne nicht nur aufwärmen, sondern auch Einblicke in die Kunst des Zwanzigsten Jahrhunderts gewinnen konnten.

weiterlesen

Planspiel POL&IS 2012

Schüler der 11. Jahrgangsstufe hatten zusammen mit den Wirtschaftsreferendaren die Möglichkeit, an einer dreitägigen Simulation „Politik und Internationale Sicherheit“ teilzunehmen.

Von Carolina Kryschi und Ariane Schulze-Zachau für die Q11

Das Planspiel fand in der hübschen Jugendherberge Burg Wernfels statt, die bei weitem alle unsere bisherigen Erfahrungen mit Jugendherbergen übertraf. Nicht nur das Essen war deutlich besser, sondern auch die Zimmer.

Wir hatten die Möglichkeit unter Leitung zweier Jugendoffiziere der Bundeswehr Einblicke in das System und die Aufgaben der UNO zu erhalten. POL&IS, das steht für Politik und internationale Sicherheit. Hierbei übernahmen die SchülerInnen die Rollen von Regierungschefs, Staats- und Wirtschaftsministern verschiedener Weltregionen sowie von Vertretern der Weltbank, Weltpresse, Greenpeace und Amnesty International. Da das Spiel an die Realität angelehnt war, hatten die verschiedenen Regionen auch ganz unterschiedliche wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen für ihren Handlungsspielraum. Besonders das Geschick des Wirtschaftsministers konnte die Entwicklung der Region stark beeinflussen. weiterlesen

Besuch bei den Sternensüchtigen

Die Klasse 10c besucht die Sternwarte Marloffstein mit der Freizeitgemeinschaft Siemens e.V.

Von Oda Kutzsche, 10c

„Und auf einmal … da packt’s einen, das ist … ja ich möcht’ fast sagen wie eine Krankheit, ja wie eine Sucht!“

Seit er 15 ist, ist er süchtig. Wer? Herr Simon von der Astronomischen Arbeitsgemeinschaft (Freizeitgemeinschaft Siemens e.V.). Nach was? Nach dem Beobachten der Sterne und Planeten, inzwischen am Himmel von Marloffstein. Denn dort steht die kleine, aber feine Sternwarte der Astro-Arge, die einige Schüler der Klasse 10c mit ihrem Physiklehrer Herr Perleth am 21.3.2012 besichtigen durften. weiterlesen