Südstaaten-Feeling

usa2016

Insgesamt 20 Ohm-Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 10 und 11 hatten dieses Jahr die Möglichkeit, ihre Englischkenntnisse in den USA unter Beweis zu stellen. Drei Wochen tauchten sie in den amerikanischen Familienalltag ein und besuchten mit ihren Austauschpartnern die Providence High School in Charlotte, North Carolina.

von Julia Heinzmann und Anna Klassen

Die Führung über das Schulgelände am ersten Schultag wurde zu einem langen Spaziergang: Die Anlagen der High School lassen unsere eigene Schule in Erlangen winzig erscheinen. Alleine im Theaterraum würde die Hälfte der Ohm-Schüler Platz finden. Auf dem Stundenplan standen unter anderem auch ungewöhnliche Fächer wie Theater Tech (Bühnengestaltung), Marching Band oder ROTC (Vorbereitungskurs auf den Militärdienst). In dieser Truppe unter dem Kommando eines echten Colonels mitmarschieren zu dürfen, war für einige Schüler ein sehr besonderes Erlebnis.
Die Gestaltung der schulfreien Zeit übernahmen zum Teil die Gastfamilien und zum Teil unsere amerikanischen Kollegen vor Ort. Am ersten Familenwochenende ging es für viele Schüler in den Süden an den Strand oder in die alte koloniale Stadt Charleston in South Carolina. Die Teilnehmer lernten so ihre Austauschpartner und ihre Familien besser kennen. Unter der Anleitung dreier Gastmütter erkundeten die Schüler Charlotte downtown und durften anschließend in der Nascar Hall of Fame ein virtuelles Autorennen fahren. In der Basketballarena verfolgten insgesamt 71 Schüler, Eltern und Lehrer ein spannendes NBA-Spiel der Hornets. Die mitreißende Atmosphäre im Stadion, die Leuchttafeln, die Cheerleader und das Unterhaltungsprogramm für das Publikum in den Pausen waren unbeschreiblich. Am zweiten Wochenende machten sich alle Schüler mit einem richtigen Activity Bus der Schule auf den Weg in die Blue Ridge Mountains westlich von Charlotte, wo die Gruppe auf zwei auch nach amerikanischen Maßstäben großen Ferienhäuser in der Nähe von Lake James verteilt übernachtete. Das Städtchen Asheville in den Bergen zieht als ehemalige Hippie-Kolonie auch heute noch Touristen an und wirkt gar nicht amerikanisch. Der unbestrittene Höhepunkt war allerdings das Fliegen über den Baumwipfeln mit der längsten Zipline der Welt im Navitat-Park.
Ein fester Programmpunkt dieses Austausches ist der dreitägige Aufenthalt in Washington, D.C., das wir diesmal ausgerechnet zum Zeitpunkt der Cherry blossoms erlebten. Um Washington zu entdecken, muss man lange Fußwege einplanen, die uns vom Capitol Hill natürlich über die Mall zum Weißen Haus, Lincoln Memorial, Tidal Basin und Georgetown führten. Die Führung durch das Capitol und der Blick in die Library of Congress sowie ein Vormittag im berühmten Air and Space Museum waren weitere Höhepunkte unseres Besuchs in der Hauptstadt.
Mit unvergesslichen Erlebnissen und neuen Eindrücken kehren wir nach drei Wochen Sonnenschein und angenehmer Südstaatentemperaturen ins kalte Deutschland zurück. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit unseren neuen amerikanischen Freunden im Juni bei uns in Erlangen.