Starker Auftritt der Beachvolleyballer

Bezirksfinale

Die Schulmannschaft des Ohm-Gymnasiums machte es den deutlich überlegenen Gegnern nicht leicht. Das Bezirksfinale war die letzte Hürde vor dem großen Finale in München. Das Team, das dort gewinnt, hätte es geschafft und sich als beste Beachvolleyball-Schulmannschaft in ganz Bayern ein Ticket zum Bundesfinale im Rahmen von „Jugend trainiert für Olympia“ nach Berlin gelöst.

von Jackie Brinkmann und Julian Schneider, Q11, Seminar „Sportberichterstattung“

Das war der Traum der Jungen und Mädchen der Beachvolleyball-Schulmannschaft vom Ohm-Gymnasium, trotz des Wissens um die sehr starke Konkurrenz aus der Umgebung. „Uns ist klar, dass die anderen stärker sind, aber wir sind die, die mit Spaß spielen und nichts zu verlieren haben“, sagte Johannes Happich über die anstehenden Spiele. Er trat zusammen mit Miriam Lanig im Mixed an und lieferte gemeinsam mit seiner Partnerin zwei phänomenale Spiele. Erster Gegner der Ohmler war das Johannes-Scharrer-Gymnasium aus Nürnberg, gegen das sich unser Team mit drei Siegen im Mädchen-Doppel, Jungen-Doppel und Mixed-Doppel klar durchsetzte. Nun ging es für die Ohmler um alles. Ein Spiel trennte sie noch von der erhofften Fahrt nach München. In der Mannschaft des zweiten Gegners vom Helene-Lange-Gymnasium aus Fürth, das sich im letzten Jahr immerhin für das Bundesfinale im Beachvolleyball qualifizieren konnte, spielten jedoch ausschließlich Vereinsspieler, mehrere Bezirksligisten und ein bayerischer Meister im Beachvolleyball. Mit dieser Aufstellung übernahmen sie klar die Favoritenrolle und versuchten sich direkt von Beginn an in den Partien durchzusetzen. Doch die weniger erfahrene Mannschaft aus Erlangen, die mit Lena Walter und Maike Althaus gerade mal zwei aktive Vereinsspielerinnen in ihren Reihen hatte, merkte schnell, dass die Gegner nicht unschlagbar sind und machten es den Fürthern nicht leicht.
Fabian Maar, der für den verhinderten Simon Steinbach eingesprungen war, und Barne Haferkamp spielten gemeinsam im Team der Jungen. Anfangs taten sie sich noch schwer gegen die gut eingespielten Gegner, doch mit der Zeit kamen sie immer besser ins Spiel und starteten eine bemerkenswerte Aufholjagd. Trotz ausgezeichneter Spielzüge und lautstarker Unterstützung der Ersatzspieler Niclas Buchholz und Eva Reiter gelang es ihnen nicht, die Führung zu übernehmen und sie mussten ihre erste Niederlage erleiden. In der Kategorie Mixed spielten Miriam Lanig und Johannes Happich, der oft in seiner Freizeit auf dem Feld steht. Die beiden taten alles, um ihren Kontrahenten kein leichtes Spiel zu liefern, fanden aber kein Mittel gegen den überragenden Spieler aus Fürth, der auch aktiv in der Regionalliga spielt. Somit konnten Miriam und Johannes auch die zweite Niederlage für das Ohm-Gymnasium nicht verhindern. Mit zwei von drei Siegen stand der Gewinner des Turniers vorzeitig fest, wovon sich Maike Althaus und Lena Walter aber nicht beeindrucken ließen. Die beim TB Erlangen ausgebildeten Spielerinnen zeigten im Mädchen-Doppel erneut ihre spielerische Qualität und lieferten sich ein spannendes Spiel mit ständigem Führungswechsel. Doch auch für die besten Spielerinnen des Erlanger Teams war die Konkurrenz zu stark und auch der dritte Sieg ging an die Kolleginnen aus Fürth. „Wir hätten nie gedacht, dass wir überhaupt ins Bezirksfinale kommen“, sagte Lena Walter später und lobte den Team- und Kampfgeist der ganzen Mannschaft, die somit Vizemeister des Bezirks Mittelfranken geworden ist.
Ein wenig traurig war nach dem Turnier die Betreuerin der Beachvolleyball-Schulmannschaft, Frau Nützel. Denn dies waren die letzten Spiele des Teams für das Ohm-Gymnasium, da alle Schüler und Schülerinnen dieser Mannschaft im nächsten Schuljahr schon zu alt für eine erneute Teilnahme sind. Ein herzliches Dankeschön geht daher an die gesamte Mannschaft, die großes Engagement gezeigt hat, die im Sand so erfolgreich war, den Zuschauern so viel Spaß gemacht und einige Nerven gekostet hat, aber bei der Organisation der Wettkämpfe immer zuverlässig und vorbildlich agiert hat.