Comedy

schiller

Die Idee kam von Schiller selbst: Mit den Worten „Wer nichts waget, der darf nichts hoffen“ gab er uns Inspiration, dieses Projekt ins Leben zu rufen. Doch die Umsetzung war nicht ganz einfach. „Friedrich Schiller ist nicht unbedingt der beliebteste Autor, wenn es um Pflichtlektüren geht“, das weiß auch Gabriele Heese, Initiatorin und Leiterin des Projektes.

von Lara Stöver, 12. Klasse

Die Deutschlehrerin und Arbeitskreisleiterin „Theater am Gymnasium in Mittelfranken“ entschied sich nach einem Studium für Darstellendes Spiel, als Theaterlehrerin tätig zu sein und leitet seit 1998 jährlich mehrere Theatergruppen am Ohm-Gymnasium mit vielen Aufführungen in der Region. Sie und 14 Schüler/Innen des Ohm-Gymnasiums Erlangen fühlten sich der Aufgabe gewachsen und zauberten aus sieben Werken Schillers ein kontemporäres Werk, das alles andere als langweilig ist. Liebe und Tod, Intrigen und Freundschaft, Macht und Freiheit sind zentrale Themen jedes Theaterstückes, doch werden sie hier mit spritzigen Elementen verbunden. Die Fragen, ob sich Johanna von Orléans nicht zuletzt doch als entjungferte Jungfrau entpuppt und ob Wilhelm Tell die Banane trifft, sind jedoch noch offen.
Eine weitere Besonderheit, die dieses Projekt mit sich bringt, ist die enge Zusammenarbeit mit dem P-Seminar Kostümentwicklung und -fertigung, geleitet von Astrid Dehner. Die Kunsterzieherin und ausgebildete bekleidungstechnische Assistentin absolvierte ihr Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Neben der Anfertigung von Designentwürfen für Firmen in der Schuh- und Bekleidungsindustrie gestaltete sie Textilobjekte und Kleiderkreationen aller Art.
Sie und 15 weitere Schüler/Innen nähten, was das Zeug hält! Denn ausgestattet werden die Akteure nicht nur mit im Schauspielhaus und Second-Hand-Läden erstandenen Gewändern, sondern mit authentischen Schnittmustern, maßgeschneidert und persönlich angefertigt. Auch das war mit einem hohen Zeitaufwand verbunden, denn es galt nach inspirierenden Theaterbesuchen die Schnitte zu erstellen, Stoffe zu besorgen und Anproben durchzuführen. Doch letztendlich ist es geschafft!
Wir haben getüftelt, geprobt, gezeichnet, gestaltet, geschneidert und gelacht. Und das alles nicht umsonst. Überzeugen Sie sich selbst! (Beitrag der Erlanger Nachrichten)