Rennes 2014

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Nachdem elf Schülerinnen und Schüler des Ohm-Gymnasiums in Begleitung von Herrn Schultz im Rahmen des städtischen Schüleraustauschs bereits im Oktober 2013 Besuch von ihren französischen Austauschpartnern bekommen hatten, freuten sie sich schon alle auf den Gegenbesuch in der Partnerstadt Rennes.

von Karla Ruschhaupt, Manuela Utz, Vanessa Latuske und Hanna Ehnis (Klasse 10c)

Also hieß es pünktlich um 4.30 Uhr morgens am Großparkplatz in Erlangen zu sein. Noch eine kurze Verzögerung, dann konnte es endlich losgehen. Nach 15 Stunden Fahrt wurden wir schon von unseren Gastfamilien erwartet, um gemeinsam in das Wochenende zu starten. Samstag und Sonntag wurden genutzt, um sich einzuleben und ein paar Ausflüge nach Rennes oder ans Meer zu unternehmen.
Die neue Woche begann mit einer Begrüßung durch den Direktor der Partnerschule, des Lycée Victor et Hélène Basch, samt kleinem Frühstück und einer anschließenden Schulhausführung. Anschließend bekamen wir noch einen Einblick in den Unterricht. Nach dem Mittagessen in der Schulkantine brachen wir zu einer Stadtführung ins Zentrum von Rennes auf. Eigentlich wollten wir dorthin mit der Metro fahren, mussten aufgrund eines plötzlichen technischen Defekts dann jedoch laufen und die Führung beschleunigt durchführen.
Am nächsten Tag arbeiteten wir an einem deutsch-französischen Projekt und besichtigten danach das „FRAC“ der Bretagne, ein Zentrum für moderne Kunst. Nachmittags schauten wir noch einen französischen Film an und durften hinterher in kleinen Gruppen Rennes erkunden. Abends gab es einen kleinen Empfang für uns und die Gastfamilien im Rathaus.
Am Mittwoch machten alle gemeinsam einen Ausflug zum Mont Saint-Michel und zur Korsarenstadt Saint-Malo. Der Mont Saint-Michel ist (beinahe) eine Insel mit einem alten Kloster an der Spitze und darunter einem kleinen Dorf, welches wir eigenständig erkunden durften. Bei der Ankunft war der Mont Saint-Michel leider gerade nicht von Wasser umgeben, da zu dieser Zeit Ebbe war und sich dann das Meer wegen des großen Tidenhubs weit zurückzieht. Nach dem Mittagessen, welches wie der Ausflug von der Stadt Rennes finanziert wurde, fuhren wir weiter nach Saint-Malo. Dort konnte man unter anderem auf der alten Stadtmauer spazieren gehen und hatte einen schönen Blick auf Strand und Meer. Im Gegensatz zum Montag hatten wir Glück mit dem Wetter und es war warm und sonnig. Dieser Ausflug hat uns allen sehr gut gefallen, auch wenn wir insgesamt zu wenig Zeit hatten, um alles genauer anzusehen.
Am Donnerstagmorgen informierten wir uns zunächst über unsere Ausflugsziele in der Bretagne, anschließend besuchten wir noch einmal den Unterricht. Nachmittags lernten wir Rennes durch eine Stadtrallye besser kennen.
An unserem letzten gemeinsamen Tag machten die deutschen Schüler einen Ausflug nach Guérande, wo uns die Stadt und anschließend die für diese Gegend bekannte Meersalzgewinnung gezeigt wurden. Dort hatten wir nun auch genug Zeit, um Souvenirs zu kaufen, wie beispielsweise ein Säckchen der berühmten „Fleur de sel“. Wir fanden (trotz der vielen Mücken bei den Salzgewinnungsbecken) den Tag interessant und sehr schön.
Plötzlich stellten wir fest, dass uns nur noch zwei Tage blieben, welche wir mit unseren Gastfamilien genossen, um zum Beispiel noch einmal ans Meer zu fahren.
Am Montag um 6.40 Uhr standen wir wieder mit gepackten Koffern und vielen Souvenirs am Parkplatz vor dem Lycée, im Durchschnitt fuhr jeder mit einer Tasche mehr nach Hause zurück, als er gekommen war. Wir verabschiedeten uns von unseren liebgewonnenen Gastfamilien und brachen nach Erlangen auf.
Wir haben in der Bretagne zehn wunderschöne Tage verbracht, doch leider ist die Zeit viel zu schnell vergangen.
Il faut pouvoir partir pour revenir!