Der Erste Weltkrieg im Film

Jacquet1

Der französische Film- und Literaturhistoriker Dr. Michel Jacquet kam zu uns ans Ohm-Gymnasium und hielt vor den Abibac–Schülern der 10. – 12. Jahrgangsstufe einen (französischen) Vortrag „La grande guerre sur grand écran“.

von Karla Ruschhaupt, 11. Klasse

M. Jacquet erzählte uns, dass für die Franzosen „la grande guerre“ ( =der große Krieg ) der Erste Weltkrieg ist, wie man auch an Kriegerdenkmälern erkennen kann, da in diesem Krieg mehr französische Soldaten fielen als im Zweiten Weltkrieg. „Sur grand écran“ bezieht sich auf die Kinoleinwand. Dementsprechend verrät der Titel des Vortrags das Thema : Die Verarbeitung des Ersten Weltkriegs in Filmen seit den 1920er Jahren. Wenn es in einem Film um den Ersten Weltkrieg geht oder die Handlung während dieser Zeit spielt, ist es wichtig, zu wissen, wann der Film gedreht wurde, weil auch schon das Entstehungsjahr eines solchen Films die Absicht der Filmproduktion verraten kann. So werden zum Beispiel in den 1960er und 1970er Jahren die pazifistischen Bewegungen mit Antikriegsfilmen zum Ausdruck gebracht. Auch der 1930 herausgebrachte Film „Im Westen nichts Neues“ handelt von jungen Leuten, die in den Krieg ziehen und an der Front die bittere Realität und die Grausamkeiten des Ersten Weltkriegs erleben. Auch dieser Film beinhaltet also die Antikriegsbotschaft. Herr Jacquet erwähnte aber auch Propagandafilme, in denen auch das Eingreifen der USA in den Ersten Weltkrieg thematisiert wird. Während des spannenden Vortrags wurden auch viele Filmszenen gezeigt und zum Abschluss hatten die Schüler noch die Möglichkeit, dem Referenten Fragen zu stellen.
Abschließend würde ich sagen, dass der Vortrag sehr interessant war und man einiges dazulernen konnte.