Bücherverbrennung

In diesen Tagen jährt sich mit der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten ein unrühmliches Kapitel deutscher Geschichte zum 80. Mal. Während in vielen deutschen Städten bereits am 10.5.1933 die Werke „unliebsamer“ Schriftsteller den Flammen übergeben wurden, geschah dies in der Universitätsstadt Erlangen erst am übernächsten Tag, also am 12. Mai. Eine Ausstellung dazu ist seit Freitag, dem 10. Mai, im ersten Stock des Treppenhauses im Hauptbau zu sehen.

von Hans-Martin Kühl

In zahlreichen Veranstaltungen gedenkt die Stadt Erlangen dieses Ereignisses, zum Beispiel durch eine Ausstellung in der Stadtbibliothek. Doch auch im schulischen Kontext soll an diesen Akt der geistigen Barbarei gegen Kultur und Bildung erinnert werden. Dazu haben Anatasia Heymann und Lea Schumm aus der 9b sowie Alexandra Igl und Sarah Preilipper aus der 9c eine Ausstellung erstellt. Die Grundlage hierfür bildeten die Themenplakate aus dem Angebot „Geschichte frei Haus“ des Hauses der Bayerischen Geschichte. Diese Vorlagen wurden von den Schülerinnen bearbeitet und durch interessante Aspekte ergänzt. Dabei konzetrierten sie sich vor allem auf die Bücherverbrennung in Erlangen. Dazu konnte sich die Gruppe auf die freundliche Unterstützung von Frau Kretzschmann und Herrn Dr.Jakob vom Stadtarchiv Erlangen stützen. So erhielten die Schülerinnen im Stadtarchiv nicht nur eine spannende Einführung in die Archivarbeit, sondern auch Reproduktionen von zur Thematik passendem Bildmaterial.