Besinnungstage in Würzburg

ritter

Am Montagmorgen hatte das Warten endlich ein Ende und wir trafen uns am Bahnhof in Erlangen, um nach Würzburg zu unseren Besinnungstagen zu fahren. In Würzburg angekommen, hatten wir erst einmal einen dreißigminütigen Fußmarsch zur Jugendherberge vor uns, wo wir unsere Koffer und Taschen abstellten.

von Moritz Lerch, 8a

Nach einer Mittagspause, die jeder frei gestalten konnte, gab es den ersten großen Punkt: die Besichtigung der Residenz. Wir wurden durch die Residenz geführt und konnten einige interessante und neue Informationen rund um Würzburg und vor allem über die Residenz mitnehmen. Wir fanden den Raum, in dem wir waren, sehr schön und besonders. Nach dieser Führung ging es dann durch die Würzburger Innenstadt wieder zurück zur Jugendherberge, wo es, nachdem wir unsere Betten bezogen hatten, auch schon Abendessen gab. Ein weiterer Programmpunkt stand aber noch auf dem heutigen Plan. Eine Führung mit dem Nachtwächter. Wir hatten uns eigentlich nicht viel daraus gemacht, weil wir uns nur eine langweilige, nächtliche und vor allem kühle Führung vorgestellt hatten. Aber es wurde toll! Nachdem wir warm angezogen waren, liefen wir erst einmal einige Minuten durch die schon dämmrige Stadt. An einem Hang gab es dann Spiele statt einer Führung. Diese machten uns wirklich Freude und um 22 Uhr war dann wieder ein Fußmarsch zu unserem Quartier angesagt. Zurück bei der Jugendherberge durften wir nach Anleitung des Nachtwächter-Teams selber Feuer spucken. Dafür war eine brennende Fackel vorgesehen, über die wir Mehl spucken sollten, woraus dann eine Mehlstaub-Explosion hervorgerufen wurde. Es war staubig, lustig, spannend und fantastisch. Hundemüde fielen wir danach in unsere Betten.bruecke
Am nächsten Morgen gingen wir direkt nach dem Frühstück in die Innenstadt. Dort trafen wir wieder das Nachtwächter-Team. Wir wurden in kleinere Gruppen aufgeteilt und bekamen im Rahmen des „Citybounds“ die Aufgabe, wildfremde Menschen anzusprechen und diese um etwas zu bitten. Für die erste Aufgabe erhielten wir einen Apfel. Mit diesem sollten wir an einem Stand oder Laden fragen, ob sie den Apfel gegen etwas tauschen würden. Mit dem erhaltenen Gegenstand mussten wir so weitermachen, bis wir dreimal die Sache gewechselt hatten. Aus unserem Apfel wurde schließlich ein Brotaufstrich. Nun kamen einige Aufgaben, bei denen wir Menschen dazu bewegen sollten, mit uns ein Foto oder Video zu machen, was zu lustigen Situationen führte. Es war interessant zu sehen, wie die Leute reagierten, wenn wir sie ansprachen und wie sie sich dann verhielten, als sie mit uns ein Foto passend zur gestellten Aufgabe machten. Unter anderem mussten wir auch bestimme Objekte in der Stadt suchen und uns mit diesen fotografieren. Da wir uns am Morgen in der Jugendherberge ein Lunchpaket zusammengestellt hatten, wurde nun dies gegessen und die freie Mittagszeit unterschiedlich genutzt. Nachdem wir in der Jugendherberge noch eine Stunde freie Zeit hatten, machten wir uns auf den Weg durch die Weinberge hinauf zur Festung Marienberg. Nach dieser kleinen Wanderung konnten wir zum ersten Mal einen tollen Blick von ganz oben über Würzburg genießen. Danach erhielten wir in der Burg eine Führung, bei der wir einiges Interessante über die Burg erfuhren, uns alte Bilder anschauten und mittelalterliche Rüstungen betrachteten. Wir begaben uns in den Kerker und hörten schaurige Geschichten rund um hinterlistige Verbrecher.
Aber wir mussten nicht im Kerker bleiben, sondern durften zum Spieleabend in die Jugendherberge. Einige trafen sich im Gaming-Room, in dem sie Tischtennis spielten, andere blieben im Gemeinschaftsraum und spielten Karten- oder Gesellschaftsspiele.
Am nächsten Morgen zogen wir unsere Betten ab und fuhren – leider – wieder mit dem Zug nach Hause. Es war eine ereignisreiche und gut organisierte Klassenfahrt, die sicher viel Positives für die Klassengemeinschaft bewirkt hat.