3. Platz im Landesfinale Beachvolleyball!

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Für Überraschungen war der „bunte Haufen“ unserer Beachvolleyballer auch beim Landesfinale in München gut. Für die erste große sorgte ein Spieler des Teams, der am Morgen kurz vor der Abfahrt seinen Schülerausweis nicht auffinden konnte.

von Melanie Nützel

Ohne Schülerausweis kein Landesfinale! Da sich der Rest des Teams bereits am verabredeten Treffpunkt am Ohmplatz befand und uns der Hilferuf per Handy erreichte, wurde sofort die Hilfsorganisation „Schülerausweis“ in die Wege geleitet: Zwei Schülerinnen fuhren mit dem Rad zur Schule, um eine Schulbestätigung zu holen, die das Sekretariat in Windeseile beschaffte. Der Großvater des Schülers brachte ebenso spontan wie eilig den ebenso vergessenen Personalausweis des Schülers zum Treffpunkt. Alle trafen so pünktlich ein, dass wir mit den sich Gott sei Dank verspäteten Bambergern, die uns im Bus nach München mitnahmen, ohne „große“ Verzögerungen um 8.45 Uhr losfahren konnten. Uff! Die zweite große Herausforderung bestand darin, die durch lange Staus endlose Fahrt in einem etwas in die Jahre gekommenen, nicht klimatisierten Kleinbus zu überstehen. Bereits in den frühen Morgenstunden war die Luft zum Schneiden, die Temperaturen waren saunaähnlich. So kamen wir zu spät, aber bereits „bestens aufgewärmt“ am Wettkampfort an, wo sich das Team direkt für seine erste Partie gegen Bamberg in den Sand warf, die zu einem echten Krimi ausartete: Das Jungendoppel mit Max Wrobel und Felix Balster verlor in einem hartumkämpften Match im 3. Satz trotz zweier Matchbälle mit 15:17. Das Mixed-Doppel mit Svenna Schöller und Tom Risack konnte seine Partie jedoch knapp in drei Sätzen gewinnen, so dass das Mädchendoppel mit Rebbecca Heß und Anna Greis die Entscheidung liefern musste, das sich gerade im dritten Satz der Partie befand. Angespornt vom Team und den Ersatzspielern Anna Bimazubute und Cam Burak gewannen unsere Mädels recht klar mit 15:8 und holten so den entscheidenden zweiten Siegpunkt zum 2:1-Endstand. Im zweiten Spiel musste sich das Ohm gegen eine überragende Mannschaft aus Weiden geschlagen geben. Gegen den späteren Finalisten konnten wir keinen einzigen Satz gewinnen. Im Turniersystem „Double-Out“ scheidet das Team aus, welches zuerst zwei Partien verloren hat. Dies bedeutete, dass wir nun keine Partie mehr verlieren durften, um im Turnier zu bleiben. Im dritten Spiel trafen wir auf ein Team aus München, das ein herausragendes Mädchendoppel hatte, gegen das unsere Mädchen sehr deutlich verloren. Aber das Jungendoppel und das Mixed-Team ließen keine Zweifel aufkommen und erspielten sehr deutlich die entscheidenden zwei Punkte zum Sieg und damit zum Einzug ins Halbfinale. Allerdings war hier gegen das Team aus Gilchingen der Traum von einem möglichen Finale schnell ausgeträumt, denn hier musste man fairerweise eingestehen, dass wir kaum eine Chance hatten – gegen die zum Teil fast professionell agierenden Gegner. Da die Temperaturen hochsommerlich heiß waren, die Teams bereits je drei anstrengende Spiele in den Knochen hatten und der Turnierzeitplan bereits alle Rahmen sprengte, haben sich die zwei unterlegenen Teams der Halbfinals darauf geeinigt, den dritten Platz nicht mehr auszuspielen und zwei dritte Plätze dankend entgegenzunehmen. Somit konnten wir uns mit einem hervorragenden 3. Platz auf den laangen Heimweg machen … wieder in einem hochsommerlich heißen nichtklimatisierten Bus … über endlose Autobahnen … bis wir endlich um 19 Uhr wieder in Erlangen am Ohm-Platz waren. „Anstrengend, aber schön“, lautete das Fazit der Schüler, die noch im Bus die Siegerehrung nachholten und sich feierlich die Medaillen umhängten. Glückwunsch auch von der Betreuerin Frau Nützel, die zwar nach der Erfahrung am frühen Morgen (Schülerausweis) wieder ein paar graue Haare mehr hat, aber die Zeit mit den Schülerinnen und Schülern im Laufe des Turniers „Jugend trainiert für Olympia“ sehr genossen hat. Ein dritter Platz im Landesfinale! Wer hätte das von unserem „bunten Haufen“ gedacht?! An dieser Stelle sei auch Frau Talamazzini ausdrücklich gedankt, die im Bezirksfinale kurzfristig als Betreuerin eingesprungen war und so wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen hat. Eine Wiederholung wird es leider nicht geben, denn im nächsten Jahr sind fast alle Spieler des Teams bereits zu alt für eine Teilnahme. Nun sind wieder die jungen Generationen der Schülerschaft gefragt, die Beachvolleyball-Schulmannschaft vom Ohm erfolgreich weiterzuführen. Für das Team spielten: Anna Bimazubute, Anna Greis, Rebecca Heß, Svenna Schöller, Felix Balster, Burak Cam, Max Wrobel (alle Q11 bzw. Q12) und Tom Risack (9. Klasse)